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Mahnmal in den Rheinanlagen

Der Mord an den Brohler Bürgern Josef Patron und Gabriel Hommen sen. sowie Gabriel Hommen jun. durch Separatisten jährt sich in 2023 zum 100-ten Male.

Die Mitglieder des Brohler Kulturvereins machen sich aktuell dafür stark, das Mahnmal, welches die Brohler Bürger den Opfern des Ortes in Dankbarkeit und zur Erinnerung gesetzt haben, in einem würdigen Zustand zu präsentieren.  

Durch die übernommene Pflegepatenschaft setzt der Verein ein weiteres Zeichen, sich für den Ort stark zu machen und zu engagieren.

Was war vor fast hundert Jahren geschehen?

Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg gab es Bestrebungen, das Rheinland und Teile der Pfalz vom Deutschen Reich abzutrennen, was im Interesse der Besatzungsmächte lag und durch diese unterstützt wurde, um einen Pufferstaat zum Deutschen Reich zu bewirken.

Im Oktober 1923 wurde zunächst in Aachen und dann auch in Koblenz die Rheinische Republik ausgerufen. Da diese neue Republik weder über eigene Strukturen noch über Geld verfügte, sollte die Macht durch Gewalt, Requisitionen und Plünderungen gegen anders Denkende durchgesetzt werden.

Das führte in der Bevölkerung zu Widerstand und auch in Brohl wurde eiligst eine Bürgerwehr aufgestellt. Von dieser hatten die Separatisten erfahren und sie wollten die Rädelsführer Anton Bröhl und Hans Felinger bestrafen. Circa 40 Separatisten vielen am 9.11.1923 in Brohl ein. Das der Pöbel wegen einer Verwechslung offensichtlich das falsche Haus überfiel, lässt das Schicksal der Opfer in Brohl besonders tragisch erscheinen.

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