Die Zahl 13 war ein gutes Omen für die Veranstaltung, die zusätzlich unter dem Motto des 150. Hafengeburtstages stand. An diesem Pfingstsonntag stimmte einfach alles und die Veranstalter, Bürger, Vereine und Gäste konnten gemeinsam einen zünftigen Hafengeburtstag feiern.

Pünktlich um 11:00 Uhr begrüßte Helmut Rosenbaum, der Vorsitzende des Brohler Kulturvereins, die zahlreich erschienenen Gäste. Unter diesen auch die lokale Prominenz.

So verbrachten MdL Guido Ernst, Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach, Ortsbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch, Michael Schäfer und Bernd Lang (Forum Kultur) ein paar schöne Stunden am Rhein.

Die offizielle Eröffnung der Veranstaltung erfolgte aber traditionell durch Erich Melcher, dem Bootswart des Aalschokker Katharina. Durch das Betätigen der alten Schiffsglocke wurde das Fest durch Melcher eingeläutet.

Für alle die das Signal überhört hatten, setzten die Brohler Böllerbuben noch einen oben drauf. Sie feuerten aus allen Rohren und signalisierten dem letzten Brohler, dass in den Rheinanlagen was geboten wird.

Der erste Hauptakt auf der Bühne erfolgte durch den 1. Kölner Shanty-Chor. Nicht umsonst eine wiederkehrende Größe beim Brohler Hafenkonzert. Reinhold Koytek und sein Chor hatten sich aber wieder viel Neues einfallen lassen. Gekonnt moderierte er die Vorträge und nahm so das Publikum mit auf eine musikalische Weltreise. Hart am Wind ging es über die sieben Weltmeere. Auch der Hafengeburtstag wurde durch den Chor gewürdigt und in Szene gesetzt.

In der Pause bedankte sich der Ortsbürgermeister Michael R. Schäfer bei den Veranstaltern und den beteiligten Ortsvereinen für die Gestaltung und Mitgestaltung des Hafengeburtstages. Er hatte viel Lob mitgebracht.

Andererseits wusste Helmut Rosenbaum das Lob zurück zu geben. Er bedankte sich beim Ortsbürgermeister für die gute Unterstützung während seiner Amtszeit durch die Gemeinde und den örtlichen Bauhof. Die gute Zusammenarbeit bei der Errichtung der Wanderwege wurde als gutes Beispiel dafür herausgestellt.

Die nächste halbe Stunde Bühnenprogramm gestaltete der Tambourclub Spielfreunde Niederlützingen unter der Leitung von Achim Wachtveitel und Jürgen Nonn. Mit flotter Musik überbrachte das Oberdorf ein „Ständchen“ zum Hafengeburtstag. Ein willkommener und gern gesehener Auftritt.

Erstmalig beim Hafenkonzert und hoffentlich nicht zum letzten Mal, traten die „Original Goldbach Musikanten“ aus dem Oberen Brohltal auf. Die Kempenicher um Dirigent Frank Weiß boten ein breit gefächertes Repertoire, welches die Stimmung und die ohnehin gute Laune auf den Höhepunkt brachte.

Genau die richtige Voraussetzung für den Abschluss des Bühnenprogramms.

Der Turnverein Niederlützingen verzückte durch die Einradgruppe „RADlos“ das Publikum. Unter der Leitung von Conny Himpfen-Harbott wurde artistisches und akrobatisches auf dem Einrad geboten. Die Truppe wurde zu Recht mit viel Beifall verabschiedet.

Dafür, das alle musikalischen Beiträge gut an die Ohren der Zuhörer gelangten, war Peter Nuppeney verantwortlich, der für eine hervorragende Beschallung gesorgt hatte.

Außerhalb und neben der Bühne wurde vieles zusätzlich geboten. Vereine und Institutionen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt. Die Bezeichnung Rahmenprogramm würde damit zu kurz springen. Jedes einzelne Event hätte einen Besuch in den Brohler Rheinanlagen gerechtfertigt.

So beteiligte sich das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen, die eine Außenstelle in Brohl betreiben, mit Hafenrundfahrten. Mit der „Hammerstein“ ging es sogar hinaus auf den Rhein bis zur Höhe der Festwiesen und wieder zurück. Ein beliebtes und gerne angenommenes Highlight. Damit nicht genug, wurde auch Informatives über die Arbeiten und Aufgaben der Wasserbehörde in einem Zelt dargestellt.

Ebenfalls in einem separaten Pavillon präsentierte der Kulturverein alte Fotos vom Hafen und dessen Geschichte. Diese waren zu einem großen Teil bereits in der Vorwoche, zusammen mit der Gemäldeausstellung, im Brohler Bürgerhaus, zu sehen gewesen.

Auch der „Vulkan Express“ hatte zu Sonderfahrten eingeladen. Hierzu hatte man eine Diesellok in die Rheinanlagen gefahren. Die Personenbeförderung geschah im Führerhaus der Lok und die Gleise entlang des Hafens wurden befahren. Natürlich ein einmaliges Erlebnis.

Weiterhin vertreten war der Schiffmodellclub Andernach mit einigen seiner besten Exponate, die auch zu Wasser gelassen wurden.

Die Wassersportler des VfL warben mit der Vorstellung ihrer Bootsflotte und einem Infostand für ihre Sportart. Ebenfalls eine gute Idee und ein schöner Beitrag zum Hafengeburtstag.

Es war also allerhand geboten, aber zu jedem Fest gehört auch das Kulinarische. Bei all dem tollen Programm, ohne das leibliche Wohl ist kein Fest ein Fest und kein Geburtstag ein richtiger Geburtstag. Der Veranstalter selbst war mit dem „Aalstübchen“ vertreten und lockte mit leckeren Fischgerichten.

Der Kochclub Gönnersdorf/Brohl hatte einen Reibekuchenstand aufgebaut und wie in jedem Jahr war auch die Kirchengemeinde vertreten, die herzhaften Spießbraten servierten. Die Prinzengarde hatte einen zusätzlichen Getränkestand aufgebaut. Ein abwechslungsreiches Angebot an Kuchen hatte die Gruppe „Frauen für Frauen“, verstärkt durch Mitglieder der Ortsgruppe des Eifelvereins, in ihrem Angebot.

Nicht zuletzt verwöhnte das Team um die ansässige Hafenschänke mit Kulinarischem.

Am Ende gab es nur fröhliche und zufriedene Gesichter. Einen runden Hafengeburtstag wird es so schnell nicht wiedergeben, aber man kann sich schon auf das Hafenkonzert im nächsten Jahr freuen.