Der Brohler Kulturverein und seine Macher hatten sich mit diesem Projekt auf neues Terrain begeben. Deren Vorsitzender Helmut Rosenbaum, war daher sehr erfreut, über die gelungene Veranstaltung.

Sie war ein Beitrag des Vereins zum 150. Geburtstag des Brohler Hafens und sollte zugleich die Auftaktveranstaltung sein. Diese begann bereits am 31.5. mit einer Vernissage für geladene Gäste. Der Verein wollte sich damit bei den Helfern, Gemäldegebern und Sponsoren bedanken.

Die Vernissage wurde mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden eröffnet, der sich ausdrücklich bei den Gästen für deren Engagement und die Mithilfe bedankte. Das reichhaltige Angebot an Leihgaben aus der Bevölkerung war nicht erwartet worden. Daher konnte man es sich erlauben, gemäß des Anlasses Hafengeburtstag, ausschließlich Motive von Brohl, Rhein und Hafen zu präsentieren.

Ein besonderer Dank galt Hiltrud Krahforst und Peter Püschel für die fachliche Hilfe bei der Vorbereitung, die ohne diese so nicht möglich gewesen wäre.

Für die Ortsgemeinde war der 1. Beigeordnete Paul Delfs anwesend und begrüßte seinerseits die Geladenen, bevor Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach seine Grußworte übermittelte.

Hiltrud Krahforst führte die Besucher mit fachlicher Kompetenz in die Ausstellung ein. Sie stellte die Künstler vor und würdigte deren Werke. Schließlich war es ihr Schwiegervater, der durch zahlreiche Leihgaben ein Kernstück dieser Ausstellung darstellte. Mit Ernst Kley war ein Freund von Josef Krahforst mit einem Werk vertreten, wie Krahforst ein Mitbegründer der Are Künstlergilde nach dem Krieg. Peter Püschel, steuerte mit seinem sehr beachteten Werk „Brohltalbahn unter Dampf“, auch einen Beitrag als Künstler zur Ausstellung bei. Die Gemälde von Rosemarie Gross, die lange in Brohl auf der Burg gewohnt hat, zeugen von der Liebe der Künstlerin zum Rhein. Ebenso Maria Zerwas mit ihrem Gemälde von der Rheinbrohler Lay. Bemerkenswert auch der Beitrag von Glaskünstler Norbert Degen. Von ihm wurde eine Bleiverglasung ausgestellt, die das Brohler Wappen zeigte. Sein Vater, Heinz Degen war mit einem weiteren Gemälde vom Brohler Hafen vertreten.

Hiltrud Krahforst endete mit den Worten:

„Erfreuen Sie sich an dieser Ausstellung, die eine wichtige Epoche der Brohler Zeitgeschichte wiederspiegelt“.

Für den Fototeil der Ausstellung wusste Helmut Rosenbaum die Besucher einzustimmen. Alte Fotos und Hafenansichten waren eigens vergrößert und auf Leinwand gezogen worden. Meist beachtet wurden die alten Fotografien von Baptist Schneider. Ein Perfektionist, auf dessen Fotos einfach alles stimmt. Sie sind heute noch von hervorragender Qualität. Das ist vor allem dem Fotografen Peter Lüdtke aus Remagen und der Errungenschaft der Digitaltechnik zu verdanken, wie Rosenbaum zu berichten wusste.

Was mit der Vernissage einen schönen Auftakt genommen hatte, sollte sich an den nächsten beiden Tagen fortsetzen. Die Veranstalter zeigten sich hocherfreut über das Interesse an den ausgestellten Werken und der positiven Resonanz, die durch die Besucher übermittelt wurde.

Zielgruppenkonform waren es in erster Linie die „Einheimischen“ die sich für die Motive interessierten. Einige „Alte Brohler“ waren extra für die Ausstellung in ihren Heimatort angereist. Ein gutes Zeichen für die Veranstalter.

Fotos: Gerd Rothbrust (Buchholz)