„Vom Rhein zu den Vulkanen“

Der Brohler Kulturverein „Aalschokker Katharina“ hatte die Wanderfreunde zu einer geologisch geführten Tour entlang des „Katharinenweges“ aufgerufen.

Dipl. Geologe Paul Delfs, Mitgestalter des attraktiven und geologisch interessanten Rundkurses, sollte eigentlich diese Tour unter dem obigen Motto führen. Doch war er leider erkrankt und so lag es in den Händen des Vorsitzenden des Kulturvereins, Helmut Rosenbaum, die Wanderer mit interessanten Informationen zu begleiten.

Am Ausgangspunkt in den Brohler Rheinananlagen hatten sich nur 14 Wanderfreunde eingefunden. Die Wetterverhältnisse boten für den Mai ein eher untypisches Bild, ging es doch in der Nacht noch bis an die Null-Grad Grenze. Es war also am Startpunkt noch frisch und es gab auch immer wieder kleinere Regenschauer.

Die Wegstrecke führte durch Brohl, über den wunderschönen Grad (Eselsteig) des Dickt hinauf, mit herrlichen Panoramablicken auf Brohl und in die Rheinebene. Auf der Anhöhe des Dickt führt der Weg an der ehemaligen keltischen Fliehburg vorbei zum Alkerhof. Der erste geologische Höhepunkt wurde mit dem römischen Steinbruch an der hohen Buche erreicht. Wertvolle Erkenntnisse über den Vulkanismus in der Eifel und die schon zur Römerzeit erfolgte Nutzung der Steinbrüche wurden gegenwärtig.

Die Strecke führte über den Knopshof in Richtung Geishügelhof, um kurz vor dem Anwesen in Richtung Brohltal abzubiegen. Am Tönissteiner Brunnen wurde die Ebene erreicht und es ging an der Schweppenburg vorbei zur Mosenmühle, wo man die Mittagsrast abhielt.

Nicht nur unter dem geologischen Gesichtspunkt war es unbedingt notwendig, die in der Nähe befindlichen Traßhöhlen zu besuchen. Diese Ascheberge, aus dem Laacherseevulkan resultierend, wurden über Jahrhunderte abgebaut und in den Traßmühlen des Brohltals vermahlen.

Jetzt bestand für einige Teilnehmer die Möglichkeit, die Tour abzukürzen und mit dem Vulkanexpress nach Brohl zurück zu fahren.

Wer die komplette, gut 16 km lange Strecke mitgehen wollte, hatte nun einen erneuten Anstieg zu bewältigen. Der Weg  ging hinauf nach Lützingen, wo mit der stillgelegten Lavagrube des Leitenkopfes das nächste geologische Topereignis wartete. Der Ausstieg aus der Grube führte zu einem der Rastplätze des Katharinenweges auf die Lützinger Höhe. Ein wunderbarer Platz, an dem sich Katharinenweg und Himmelsleiterweg ein Stück vereinen. Von hier lässt sich eine wunderbare Nah- und Fernsicht genießen.

Der Verlauf der Wanderung ging, durch herrliche Wiesen, vorbei an der Lammertaler Kapelle, zur Reutersley. Ein grandioser Aussichtpunkt mit Blick auf die Burgen Rheineck, Arienfels und die Ruine Hammerstein, mit dem im Rhein liegenden Hammersteiner Werth.

Von hier konnte man bereits das Ziel der Wanderung, am Brohler Hafen in Augenschein nehmen. Steile Serpentinen führten ins Rheintal zu den Brohler Rheinwiesen zurück. Am „Aalschokker Katharina“, dem Ausgangspunkt der Wanderung war man müde, aber auch glücklich angelangt. Der Ausklang eines schönen Tages fand im Biergarten der „Hafenschänke“ statt.