Die Sonne hatte es mit den Organisatoren des Brohler Pfingst-Hafenfestes wieder einmal gut gemeint. Entgegen der beängstigenden Prognosen strahlte sie mit den Verantwortlichen des Museumsvereins „Aalschokker Katharina“, deren Idee das Fest vor einem Jahrzehnt war, um die Wette. Der Zustrom der feierfreudigen Bürger aus Brohl und der Nachbarschaft war entsprechend. Schon eingangs des Festplatzes konnten die Besucher das Wahrzeichen des Festes bewundern, den farbenfreudig herausgeputzten und über die Toppen beflaggten Aalschokker. Die Ortsvereine hatten wieder alles vorbereitet, um die Gäste mit Getränken und Speisen zu versorgen. An den Zapfsäulen stand der Elferrat der Narrenzunft, für Kaffee und selbstgebackenen Kuchen standen die Damen des Vereins „Frauen für Frauen“, die Wanderfreunde boten Reibekuchen an, beim Aalschokker-Verein gab es rustikale Tellergerichte und beim Pfarrgemeinderat den berühmten Spießbraten.

Überdies war da noch das Team des Hafenrestaurants unter Michael Schmittgen, dessen Küche mit einem umfassenden Angebot leckerer Speisen lockte. Es war die elfte Auflage des Hafenfestes Chef-Organisator Helmut Rosenbaum eröffnete das Fest mit einer kurzen Rede, in der er auch den für die maritim – musikalische Unterhaltung zuständigen Kölner Shantychor mit dessen musikalischem Leiter Reinhold Koytek begrüßte.

Die Singgemeinschaft aus der Domstadt, die der Kölner Marine-Kameradschaft nahe steht, konnte aus dem gewaltigen Repertoire von über 100 Shantys und Seemanns-Songs schöpfen und hatte somit keinerlei Mühe, das Publikum über mehrere Stunden mit seinen – oft fröhlichen – Songs zu begeistern. Sehr viel Abwechslung in den Liedern war auch durch den ständigen Wechsel der dem Chor eigenen Solisten gewährleistet. Da fühlten sich auch Mdl Guido Ernst, Ortsbürgermeister Michael Schäfer und Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach bestens unterhalten. Und die Brohler „Böllerbuben“ gehören einfach dazu; sie schossen zum Auftakt eine Serie krachender Böller über den Rhein. Das Programm eröffnete zudem Erich Melcher mit der Schiffsglocke des Aalschokkers. Mit diesen akustischen Signalen waren zugleich die Vorführungen des Andernacher Modell-Schiffsklubs gestartet, die über den ganzen Tag sehenswerte nautische Modelle auf dem Hafenbecken fahren ließ. Das nun zum elften Mal durchgeführte Hafenkonzert ist eine Institution – nicht mehr wegzudenken aus dem Brohler Festkalender. FA