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Zu einem vergnüglichen wie lehrreichen Abend hatte der Brohler Kulturverein Aalschokker Katharina e. V.“ die Brohler Bürger und interessierte Gäste am 3. November 2016 in das Bürgerhaus zum „Mundartabent Teil VIII“ eingeladen. Tenor der Veranstaltung sollte es sein, die Vielfalt sprachlicher Ausdruckweisen selbst in einem kleinen geografischen Umfeld zu veranschaulichen. Viele Brohler erinnerten sich noch an den unterhaltsamen Abend im Herbst 2015 an den Mundartabend Teil VII. Und so konnte Helmut Rosenbaum, Vorsitzender des Kulturvereins, die Gäste in einem gut besuchten Saal recht herzlich begrüßen. Moderatorin Doris Ohm, selbst längst ein Brohler Original, führte durch das Programm und sorgte dafür, dass die alten Geschichten für das Publikum zum reinsten Vergnügen wurden. Die Geschichte ihrer Nepalreise auf Bröhlcher Platt sorgte für allgemeine Heiterkeit.

Danach wurde von Franz-Josef Döpgen eine Geschichte über die Krahnenbergbahn im Andernacher Platt, aufgeschrieben vom Andernacher Orginal Josef Schäfer (Sisus) vorgetragen. In der anschließenden Pause kam bereits traditionell der Döppekooche zur Verköstigung auf den Tisch. Mit einer Zeitreise ins 19. Jahrhundert wurde der zweite Teil des Abends durch Achim Schmitz eröffnet.

In seinem Vortrag „als dem Pastor der Sonntagsbraten gestohlen wurde“ erläuterte er an Hand von zahlreichen sehr interessanten alten Zeitungsausschnitten, die alle aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts stammten, die Gepflogenheiten dieser längst vergangenen, unvergessen Zeit. Hierauf trug Erich Melcher in seinem Beitrag „Majusebetter“ einige Redewendungen im Moselfränkischen Dialekt vor.

Dem folgten Ruf- und Spitznamen eines Dorfes, verbunden mit amüsanten Geschichten um diese, vorgetragen von Stefan Vogt. Auf einzigartige Weise wusste Hans Mannheim mit seinen Geschichten und Anekdoten rund um Hochzeiten, die er mit vielen Bildern aus eigener Sammlung untermauerte, im Bröhlcher Platt die Gäste zum Abschluss des Abends zu unterhalten. Entsprechend gab es im Anschluss noch viele Ansätze zu diversen Gesprächen unter den Zuhörern, sodass auch dieser Mundartabend wieder einmal einen harmonischen Abschluss fand. Mit einem herzlichen Dank an die Protagonisten des Abends und dem Publikum schloss schließlich Helmut Rosenbaum die Veranstaltung. Schade nur, dass bei der Jugend, für die die Sprache ihrer Vorfahren durchaus interessant sein dürfte, offensichtlich das Interesse hieran fehlt.